SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Informationen für Garten- und Blumenfreunde
Düngen im Garten
Pflanzen brauchen neben Licht, Wasser, Luft und Wärme dreizehn weitere chemische Elemente, um zu wachsen. Liefert der Boden ihnen diese Nährstoffe nicht, gedeihen sie nicht gut oder gehen sogar ein. Die Düngung mit organischen oder mineralischen Düngern ist ein Weg, den Gartenboden optimal mit den Stoffen zu versorgen, die Pflanzen zum Leben benötigen. Die wichtigsten Nährstoffe sind: 1. Stickstoff: Er fördert die Wüchsigkeit einer Pflanze. 2. Phosphor: Fördert Blüten, Samen und Fruchtbildung, fördert die Reife. 3. Kalium: Fördert Wasseraufnahme, erhöht Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost und Schädlingsbefall. 4. Magnesium: unverzichtbar für die Assimilation. Der prozentuale Anteil der Nährstoffe in einem Dünger wird auf der Verpackung oft mit einer Zahlenkombination angegeben. Zum Beispiel bei Blaukorn 12 (Stickstoff) / 12 Phosphor) / 17 (Kalium) / 2 (Magnesium)
Womit kann man düngen?
1. Organische Dünger
Sie sind tierischer oder pflanzlicher Herkunft. Ihre Vorteile liegen darin, dass sie - neben der organischen Substanz, die sie dem Boden zuführen - die Nährstoffe nur langsam an den Boden freigeben. Überdüngung und Auswaschung werden dadurch verhindert, es stehen immer so viele Nährstoffe zur Verfügung, wie benötigt werden. Wenn eine schnelle, intensive Wirkung gefragt ist, kann ein organischer Dünger oft nicht optimal helfen. Zur Zeit ist der Einsatz und der Vertrieb der organischen Dünger tierischen Ursprungs(*) aufgrund der BSE-Problematik umstritten.
Zu den organischen Düngern gehören z.B.: Mist, Guano, Jauche, Kompost, (* Hornspäne, Blutmehl, Knochenmehl), Gründüngung, organische Handelsdünger. Es gibt mittlerweile ein großes Angebot an organischen Handelsdüngern. Darunter sind Ein- und Mehrnährstoffdünger sowie solche, denen mineralische Bestandteile zugemischt wurden (organisch-mineralische Dünger).
2. Mineralische Dünger
Ihr Vorteil besteht darin, dass ihre Nährstoffe sehr schnell für die Pflanzen verfügbar sind. Besonders bei Mangelerscheinungen einer Pflanze wirken diese Dünger sehr effektiv.
Allerdings: Bei falscher Dosierung werden überschüssige Stoffe ins Grundwasser ausgewaschen. Außerdem leidet eine Pflanze bei Überdüngung und wird anfälliger für Krankheiten. Es gibt hier Einnährstoffdünger, Mehrnährstoff- und Volldünger. Depotdünger = Dauerdünger zur Nährstoffbevorratung.
Wie oft/wieviel muss gedüngt werden?
Die Düngergaben hängen von den Nährstoffvorräten in Ihrem Garten ab. Viele Gärten sind mit Phosphor überdüngt, und dieser Stoff sollte dann nicht mehr in den Boden eingebracht werden. Wie und womit Ihr Boden versorgt oder unterversorgt ist, lässt sich durch eine Bodenanalyse ermitteln. Sie wird z.B. durch die landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt in Kiel durchgeführt. Die fehlenden Stoffe können dann durch Ein- oder Mehrstoffdünger in den Gartenboden gelangen.
Die Häufigkeit der Düngung hängt ebenfalls von den Nährstoffvorräten im Boden ab, aber auch von den Bedürfnissen der Pflanzen, die sie damit versorgen. Kohl z.B. ist ein so genannter Starkzehrer. Er braucht mehr Dünger als Erbsen oder Bohnen. Richtwerte zur Düngemenge finden sich in Gartenbüchern, sie stehen aber auch auf den Verpackungen der Düngemittel. Die Angaben sollten beachtet werden: " Viel hilft viel" ist auch beim Düngen ein Fehler, doch wer seinen Boden nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, wird ebenfalls keine schönen, gesunden Pflanzen besitzen.
Zeitpunkt: Balkonpflanzen zum Beispiel oder Sommerblumen können in dreiwöchigem Rhythmus bis zum Ende der Saison gedüngt werden. Sie brauchen viele Nährstoffe, ein Volldünger ist hier richtig. Rosen und andere Gehölze sollten ab August nicht mehr gedüngt werden, weil sonst die neuen Triebe nicht mehr ausreifen können und bei Frost Schaden nehmen.