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Kompost selbst herstellen

Kompost ist ein Bestandteil der organischen Substanz im Boden. Er besteht aus abgestorbenem Material tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Kompost gehört zu den besten Bodenverbesserern. Bereits eine 3-4 cm dicke Schicht genügt, um die Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Der richtige Standort:

Der beste Standort für einen Komposthaufen ist im luftigen Halbschatten eines Baumes oder einer Hecke. Dort trocknet der Haufen nicht aus, was die Rotte (Verrottung) unterbrechen würde. Außerdem sollte die Kompostanlage mit einer Schubkarre gut zugänglich sein und so groß, dass bein Umsetzen und Sieben zügig gearbeitet werden kann.

Wichtig: Der Haufen muss sich direkt auf "gewachsenem" Boden befinden, so dass ...

  1. Bakterien und Würmer in den Haufen eindringen können, um ihn zu zersetzen,
  2. überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann. Bei Staunässe ergibt sich Fäulnis!

Was darf auf den Kompost und was nicht?

Auf den Kompost dürfen:

Organische Küchen- und Gartenabfälle, Zimmerpflanzen und ihre Erde, Kaffeefilter, Teebeutel, Eierschalen, Laub, Gehölzschnitt, gehäckseltes Holz, Haare, Federn, Kleintierstreu, Stallmist, Stroh.

Auch, aber nicht so viel
Zitrusschalen, Pappe, Zeitungspapier, Moos, Rasenschnitt

Lieber vermeiden
kranke Pflanzenteile, Holzkohlenasche, Pflanzenteile mit hohem Pilzbefall (Kohlhernie, Monilie, Krautfäule etc.)

Gar nicht
Hochglanzpapier, Fleisch, Fisch, Geflügel, gekochte Speisereste, Metall, Glas, Windeln, Zigarettenkippen, Kehricht, Staubsaugerbeutel, Steinkohlenasche.

Die Mischung macht's!

Aus dem organischen Abfall wird nur dann guter Kompost, wenn Sie ihn gut mischen. Es müssen feuchte Materialien mit trockenen gemischt werden, grobe mit feinen und stickstoffreiche mit stickstoffarmen. Ihre Kompostmaterialien müssen dafür zerkleinert werden. Ganze Äste zum Beispiel kommen nicht auf den Kompost. Sie müssen vorher klein geschnitten oder gehäckselt werden. Je mehr Anbruch und Schnittstellen (z.B. durch Schreddern) vorhanden sind, je schneller geht die Rotte.

So gehen Sie vor:

Sie benötigen drei Kompostbehälter (auch, wenn Sie Thermo- Tonnen benutzen!). In dem ersten sammeln Sie Ihre Abfälle und mischen den Haufen regelmäßig. Tragen Sie z.B. keine große Schicht Rasenschnitt auf, sondern lassen Sie überschüssigen Rasen liegen, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt unterzumischen. Wenn der Haufen die Miete ausfüllt, wird er für rund drei Monate ruhengelassen und nicht mehr weiter aufgefüllt. Einige Schaufeln reifen Komposts (Nachbar) dazwischen beschleunigen die Rotte - guter Mutterboden tut es auch !

Sorgen Sie ggf. mit einer Folie dafür, dass die Feuchtigkeit im Haufen bleibt. Evtl. etwas gießen! Mit Pflanzen wie Kürbis oder Kapuzenkresse kann Schatten gespendet werden. Nach drei Monaten ist aus diesem Haufen halbreifer Kompost geworden. Er kann als Mulchsubstanz verwendet werden. Sie können diesen Haufen jetzt aber auch noch einmal mischen und umsetzen - in einen weiteren Kasten. Dort wird er in weiteren drei Monaten zu reifem Kompost. Im Laufe der Zeit haben Sie drei Kompostkästen: Einen, der langsam aufgesetzt wird, einen, der ruht und einen, von dem reifer Kompost entnommen werden kann.

Hilfsmittel

Horn-, Blut- und Knochenmehl (ersatzweise stickstoffhaltige Mineraldünger - Kalkammonsalpeter)
Wenn zum Beispiel viel Laub oder Stauchschnitt kompostiert wird.

Kalkstickstoff
Reinigt den Kompost vor allem von Unkräutern. Nur in "Härtefallen" benutzen, wenn z. B. viel Quecke auf den Kompost kommt oder Samenunkräuter.

Steinmehl, Tonminerale
Wirken u. a. geruchbindend und halten die Nährstoffe fest.

Kompoststarter
Sie helfen, bei neu angelegten Haufen oder schlecht abbaubaren Stoffen die Rotte zu beschleunigen. Genügend Feuchtigkeit ist von Bedeutung.


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