SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Tipps für Garten- und Blumenfreunde

BalkonblumeSchattenpflanzen

Wahrscheinlich findet sich in jedem Garten ein Bereich, der im Schatten liegt. Oft wird dieser Teil vernachlässigt, weil man annimmt, dort könne keine Pflanze wachsen. Doch weit gefehlt! Viele schattige Plätze im Garten bieten die Gelegenheit, vor allem mit Blattfarben und -formen schattenliebender Pflanzen zu spielen. Auch die schattigen Ecken im Garten können schön aussehen!

Auswahl der Pflanzen

Machen Sie sich mit den gegebenen Lichtverhältnissen in Ihrem Garten vertraut, bevor Sie Pflanzen kaufen. Dann erleben Sie viel seltener Enttäuschungen. Beachten Sie dabei: Pflanzen für "sonnige bis halbschattige Bereiche" bevorzugen Sonne, vertragen aber auch leichten Schatten. Es sind aber noch keine wirklich schattenliebenden Pflanzen, die dort prächtig gedeihen. Halbschattenpflanzen sollte man nicht überfordern und in den Vollschatten setzen - dort können nur wenige Pflanzen wachsen! Und: Je feuchter die Luft, desto mehr Sonne verträgt selbst eine schattenliebende Pflanze (Wind vermindert die Luftfeuchtigkeit!).

Schattenpflanzen (Auswahl) für die schwierigste Gartensituation, den tiefen Schatten:

wenig Licht mehr Licht
Alpenveilchen Lungenkraut Hartriegel Funkie
Christophskraut Felsenteller Günsel Primel
Bergenie Veilchen Frauenmantel Steinbrech
Farne Clematis Haselwurz Waldsteinie
Haberlee Efeu Kaukasusvergißmeinnicht Fingerhut
Schwertlilie (Iris foetidissima) Hortensie Tränendes Herz Wolfsmilch
Salomonsiegel Mahonie Elfenblume Goldnessel
    Storchschnabel Taubnessel

Pflanzzeiten
Gute Pflanzzeiten sind im Frühjahr und im Herbst - wenn die Pflanzen in der Ruhephase sind.

Pflanzen
Stecken Sie den Bereich, der später Beet werden soll, mit einer Schnur ab. Stellen Sie die Pflanzen zur Probe, bevor Sie sie endgültig einpflanzen. Bilden Sie z.B. Gruppen mit gleichen Pflanzen. Pflanzen Sie nicht zu gleichmäßig. Achten Sie auf ausreichenden Standraum, da sich die Pflanzen im Laufe der Vegetationsperiode noch ausbreiten.

Pflegen
Die Bodenvorbereitung spielt bei der Anlage von Staudenbeeten eine sehr bedeutende Rolle. Graben Sie die Erde tiefgründig um. Säubern Sie dabei die Erde gründlich von Unkraut. Unkraut behindert Staudenpflanzen in ihrer Entwicklung. Einmal eingewachsenes Unkraut (Girsch) ist aus den Stauden schwer wieder zu entfernen.

Wenn die Beete später gut entwickelt sind und den Boden überwuchern, lassen sich ältere, zu große Pflanzen leicht teilen. Sie wachsen dann wieder nach.

Winter
Einige Stauden sollten im Winter vor austrocknendem Kahlfrost (trockener, sehr kalter Wind ohne schützende Schneedecke) geschützt werden. Dies kann geschehen durch Aufbauen von Windschutz (z.B. Beistecken von Tannenzweigen).

Kulturansprüche

Um schattige Ecken im Garten richtig zu bepflanzen, sollte man sich klarmachen, welche Art von Schatten in diesem Bereich herrscht.

  1. Halbschatten: Hier scheint die Sonne ungefähr einen halben Tag lang. Dabei ist es für die Pflanzen wichtig, ob die Sonne morgens oder nachmittags scheint. Die Nachmittagssonne ist wesentlich "intensiver". Halbschatten kann auch durch eine Mauer, einen Zaun oder eine Baumkrone (ständiges Wechselspiel zwischen Licht und Schatten) entstehen.

  2. lichter/durchbrochener Schatten: Sehr günstige Lage für schattenliebende Pflanzen! Nämlich im Bereich von Laubbäumen mit hoch ansetzenden Ästen (lichter Schatten) oder von solchen mit lichter Krone und kleinen Blättern (Streuschatten).

  3. Vollschatten: Er entsteht z.B. auf der Nordseite von Gebäuden oder unter einer dichtbelaubten Baumkrone (Koniferen, alte Eichen). Dort ist es oft auch sehr trocken: Ein problematischer Standort! Pachysandra und Eiben kommen in diesen Situationen noch zurecht, dies sind jedoch Gehölze.

Trockener Boden im Vollschatten oder nasse, zugige Standorte im Schatten sind selbst für schattenliebende Pflanzen ein echtes Problem.

Bereiche, die so dunkel und trocken sind, dass dort keine Pflanzen mehr wachsen, sollen trotzdem gut aussehen. Verwenden Sie hier helle Farben (weiß, Naturtöne). Z.B.: weiße Kiesel als Bodenbelag, ein Vogelbad aus hellem Stein, weiße Gartenbank, weiße Keramikkugeln, Töpfe, Amphoren, Statuen etc.. Weiß wirft das Licht zurück und hellt dunkle Ecken auf!

Bodenbedürfnisse

Die meisten Schattenpflanzen sind Waldbewohner. Sie gedeihen am besten auf lockeren, feuchten, neutralen bis leicht sauren Böden mit hohem Laubanteil. Idealer Boden besteht aus zwei Teilen organischen Materials zu einem Teil Sand und einem Teil Lehm. Fast alle Schattenpflanzen wachsen aber auch dann noch gut, wenn der Boden bis zu drei Vierteln aus Sand oder fast ganz aus organischer Substanz besteht. Jährliches Mulchen (Laub und Kompost) tut Schattenpflanzen gut. Und (im Frühjahr) einmaliges Düngen mit einem Langzeitdünger (ideal auch Kompost). Wichtig: der Dünger darf nicht zu stickstoffhaltig (N) sein.

Pflanzenschutz

In feuchtkühlen Bereichen fühlen sich Schnecken besonders wohl. Hier ist der Igel unser bester Freund.

 



Igel mit langen Zweigen
Igel mit Spaten
Igel mit Daumen nach oben
Igel mit Sack über der Schulter
Tipps
Nützliches
Wissen
Hilfe
 
| SCHREBER'S by oar | Garten- und Landmarkt | Großhandel SCHREBER'S by oar | Dienstleistungen | Service | Gartenforum |