SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Tipps für Garten- und Blumenfreunde
Staudenbeete
Ein schön gestaltetes Staudenbeet kann ein wahrer Blickfang in Ihrem Garten werden. Die Palette der Stauden ist sehr groß: Winter- bis Herbstblüher, flächenbildende Polsterstauden, für Schnittblumen geeignete Prachtstauden. Einige zieren schon durch ihr Laub während des Aufwuchses, andere betören mit Düften und Farben.
Staudenpflanzen gibt es in enorm großer Auswahl. Studieren sie hierzu ausführlich die Kataloge der Anbieter.
Besonders attraktiv sind Beete, in denen Stauden mit ein- und zweijährigen Pflanzen kombiniert werden, aber auch Gehölze mit eingebaut werden können (rotblättriger Ahorn).
Auswahl der Pflanzen
Überlegen Sie vor dem Kauf, ob Ihr Beet in der Sonne, im Halbschatten oder Schatten liegt und welche Art Boden Sie in Ihrem Garten haben. Je nach Standort können Sie sich dann die Pflanzen aussuchen. Beachten Sie die Angabe auf den kleinen Kärtchen in den Töpfen. Am besten kauft man Stauden in einer guten Gärtnerei - dort hilft das Fachpersonal! Übrigens: Was im Nachbargarten wächst, hat meist auch im eigenen Garten ein gute Chance. Und: Es gibt viele interessante Bücher über Stauden, in denen es sich lohnt, ein bisschen zu schmökern!
Pflanzzeiten
Gute Pflanzzeiten sind im Frühjahr und im Herbst - wenn die Pflanzen in der Ruhephase sind. Containerpflanzen können das ganze Jahr über gepflanzt werden, Neupflanzungen von geteilten Stauden im Frühjahr und im Herbst durchführen.
Pflanzen
Stecken Sie den Bereich, der später Beet werden soll, mit einer Schnur ab. Stellen Sie die Pflanzen zur Probe, bevor Sie sie endgültig einpflanzen. Bilden Sie z.B. Gruppen mit gleichen Pflanzen. Pflanzen Sie nicht zu gleichmäßig. Achten Sie auf ausreichenden Standraum, da sich die Pflanzen im Laufe der Vegetationsperiode noch ausbreiten.
Pflegen
Die Bodenvorbereitung spielt bei der Anlage von Staudenbeeten eine sehr bedeutende Rolle. Graben Sie die Erde tiefgründig um. Säubern Sie dabei die Erde gründlich von Unkraut. Unkraut behindert Staudenpflanzen in ihrer Entwicklung. Einmal eingewachsenes Unkraut (Girsch) ist aus den Stauden schwer wieder zu entfernen.
Wenn die Beete später gut entwickelt sind und den Boden überwuchern, lassen sich ältere, zu große Pflanzen leicht teilen. Sie wachsen dann wieder nach.
Winter
Einige Stauden sollten im Winter vor austrocknendem Kahlfrost (trockener, sehr kalter Wind ohne schützende Schneedecke) geschützt werden. Dieses kann geschehen durch Aufbauen von Windschutz (z.B. Beistecken von Tannenzweigen).
Pampasgras sollte im Winter zusammengebunden werden.
Kulturansprüche
Je nach Art können Stauden in schattigen, halbschattigen oder sonnigen Lagen gezogen werden.
Beachten Sie: nicht alles was angeboten wird, eignet sich für unser norddeutsches Klima (Edelweiß).
Beachten Sie bitte auch, dass Staudenarten sehr unterschiedliche Ansprüche an die Versorgung mit Wasser stellen können (Dachwurz = extrem trocken, Sumpfdotterblume = stauende Nässe).
Bodenbedürfnisse
Manche Stauden mögen einen lehmigen Boden, andere bevorzugen Sandböden. Bei Staudenpflanzen gibt es eine sehr große Vielfalt mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen, daher kann man keine allgemeingültigen Bodenhinweise geben.
Viele Stauden mögen es, wenn man Kompost unter die Erde hebt. Stauden sind zu meist "Starkzehrer", sie sind dankbar für stark humushaltigen Boden mit lang anhaltendem Nährstoffangebot. Auch im Laufe des Sommers und in den Folgejahren müssen Stauden weiterhin gut mit Nährstoffen versorgt werden (Kompostaufträge).
Pflanzenpflege/-schutz
Pilzkrankheiten: Eine besondere Gefahr sind Pilzkrankheiten.
Zu erkennen sind Pilzkrankheiten an:
Mehltau: grauer Belag auf den Blättern
Rost und Schorf: überwiegend braune Stellen auf den Blättern bzw. an den Blatträndern
Vorbeugen können Sie durch gesunde Pflanzenernährung. Gesund ernährte Pflanzen sind weitgehend unempfindlich. Wichtig; keine Überdüngung mit N-haltigen Düngern.
Gegen Pilzkrankheiten helfen notfalls Fungizide (pilztötende Mittel)
Blattläuse: Blattläuse erkennen Sie an Blattlauskolonien - gerade an Triebspitzen.
Zu bekämpfen sind Blattläuse in leichten Fällen mit einem Wasserstrahl, bei schwererem Befall mit einem nützlingsschonenden Insektizid.
Vorbeugen können Sie, indem sie nicht zu eng pflanzen, evtl. auch Pflanzenstärkungsmittel gießen. Von besonderer Bedeutung: standortgerechte Pflanzenwahl!