SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Tipps für Garten- und Blumenfreunde
Auslichtungsschnitt
Auslichtungsschnitt der Frühjahrsblüher
Fast alle Gehölze lassen sich durch Schnittmaßnahmen wieder in Form bringen bzw. auf die gewünschte Größe korrigieren. Viele Gehölze werden im Winter geschnitten, doch für manche ist die Zeit jetzt im Frühjahr - direkt nach der Blüte - genau die richtige. Das gilt zum Beispiel für Forsythien, Zierjohannisbeeren, Brautspiere oder den Ranunkelstrauch.
Viele Gehölze blühen am mehrjährigen Holz, das heißt an solchen Trieben, die nicht erst im laufenden Jahr entstanden sind, sondern in vorhergehenden Sommern. Forsythien zum Beispiel blühen an den Trieben am schönsten, die zwei oder drei Jahre alt sind. Man muss also dafür sorgen, dass sie zur Blütezeit genügend Triebe haben, die schon zwei oder drei Jahre alt sind. Das heißt, man sollte regelmäßig ältere Triebe abschneiden. Daraus wachsen dann wieder Triebe, die nach zwei und drei Jahren sehr schön blühen. Den Schnitt an diesen Gehölzen nimmt man jetzt nach der Blüte vor, da die Pflanzen dann noch den ganzen Sommer vor sich haben, um den ersten Wachstumsschub zu machen und kräftige neue Triebe ausbilden können.
Wie schneidet man am besten?
Forsythie, der Ranunkelstrauch oder die Blutjohannisbeere sollte man lieber nicht in Brusthöhe auf einer Linie abschneiden. Auf diese Weise entsteht "Besenwuchs" - die Strauchkrone verbuscht, und die Pflanzen blühen nicht schön. Man sollte lieber die ältesten Triebe möglichst dicht über dem Boden herausschneiden. Diese Triebe sind meist stark verzweigt und hängen etwas über. Auch zu dicht stehende Triebe kann man herausschneiden, damit sich die anderen besser entwickeln können. Zu dünne oder kreuz und quer wachsende Triebe können ebenfalls entfernt werden. Solch einen Schnitt kann man alle 2 bis 3 Jahre vornehmen. Auch Ihre Pflanzen haben regelmäßig Hunger! Vergessen Sie also nicht, zu düngen und den Wurzelbereich eventuell mit Mulch zu bedecken.
Womit schneidet man am besten?
Das Werkzeug sollte scharf und sauber sein. Benutzen Sie am besten eine Schere, deren Schneideblätter beim Schneiden aneinander vorbei laufen. Dann wird das Holz durch den Schnitt nicht gequetscht. Eine Astschere wird bei dicken Trieben nötig.
Nicht schneiden!
Einige Blühsträucher schneidet man am besten gar nicht, denn sie verlieren durch den Schnitt ihren Charakter. Zum Beispiel Zaubernuss, Goldregen, Magnolinie oder Felsenbirne.
Stark austreibende Pflanzen kann man auch stark zurückschneiden. Bei langsam wachsenden Pflanzen sollte man sehr vorsichtig vorgehen!