SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Tipps für Garten- und Blumenfreunde
Gemüsebeet
Die meisten Gemüse wachsen am besten auf Flächen, die schön sonnig, aber auch gut durchlüftet sind. Stehende Luft führt im Sommer zu Hitzestaus und zum vorzeitigen Schossen einiger Gemüsearten.
Gemüsepflanzen entwickeln eine Vielfalt von Blattformen, Blüten und Früchten - kein Grund also, das Gemüsebeet in der hintersten Ecke des Gartens zu verstecken! Außerdem benötigt Ihr Gemüse viel Wasser und daher ist eine Wasserquelle in der Nähe Ihres Gemüsebeetes von Vorteil.
Auswahl der Pflanzen
Die Auswahl der Pflanzen richtet sich nach den Verzehrgewohnheiten der Gartenbesitzer und nach dem vorhandenen Boden. So wird man in einem reinen Lehmboden wenig Freude an Spargelbeeten haben, andersherum auf einem Sandboden keine Spitzenerträge beim Kohl erwarten können.
Pflanzen/Aussaat
Zur Aussaat suchen Sie sich am besten einen trüben Tag aus, wenn der Boden feucht und vielleicht Regen in Sicht ist. Das Aussaatbeet sollte nicht breiter als 1,20 m sein, damit zur Bearbeitung die Mitte noch gut erreichbar ist.
Bei Reihensaat: Markieren Sie die Pflanzreihe mit einer Schnur. Ziehen Sie mit einem Rechen eine flache Rille entlang der Schnur. Legen oder säen Sie nun die Saat aus. Decken Sie die Saat leicht mit Erde ab und wässern Sie danach das Beet. Aussaathilfe: Im Handel werden "Saatrollen" angeboten, die die Aussaat von Feinsämereien erleichtert. Diese können auf die Größe der einzelnen Saatkörner eingestellt werden.
Die Samen sowie die Jungpflanzen dürfen nie austrocknen! Eventuell müssen Sie die kleinen Pflanzen später pikieren, falls Sie die Samen zu dicht aufeinander gesät haben. Strecken Sie das Saatgut mit Seesand, dann wird die Saat automatisch nicht zu eng auflaufen. Tipp: Mohrrüben pflanzt man gern in einer Reihe mit Radieschen. Radieschen wachsen schneller und ihr Grün markiert die Reihe, in der sie gesät wurden. Dann jäten Sie nicht "zufällig'" die jungen Mohrrüben, solange ihr Grün noch nicht deutlich erkennbar ist.
Mischkultur
Einige Gemüsearten beeinflussen sich positiv oder negativ in ihrem Wachstum. Kartoffeln sollte man zum Beispiel nicht neben Tomaten pflanzen. Mohrrüben und Zwiebeln sind dagegen eine sehr gute Kombination für ein Beet, da sie sich gegenseitig Schädlinge fernhalten.
Gute Fachliteratur gibt Auskunft über günstige und ungünstige Pflanzenkombinationen für Ihren Nutzgarten. Im Trend liegen auch Aussaat- und Erntetage nach dem Mondkalender.
Pflegen
Saatbeete sollten grundsätzlich mit einem Vliesüberzogen werden, das hält die Vögel und Schadinsekten (Möhrenfliege, Zwiebelfliege) ab, bringt ein so genanntes Kleinklima und schützt vor Spätfrösten. Vorsicht ist jedoch bei Schneckenbefall geboten. Gelegentliche Kontrollen sind wichtig.
Ernten
Gemüse sollte stets nachmittags oder abends geerntet werden, da dann der Nitratgehalt in den Pflanzen am niedrigsten ist.
Winter
Zum reinen Wintergemüse zählt vorrangig der Feldsalat. Wird er im September ausgesät, kann man ab Mitte Dezember mit der Ernte beginnen.
Bodenbedürfnisse
Graben Sie Ihre Erde tiefgründig um und entfernen Sie jegliches Unkraut. Am besten wächst Gemüse auf einem Boden, der jedes Jahr gut mit organischen Substanzen,
z. B. Stalldung, versorgt wird. Gut durchlässig und feuchtigkeitsspeichernd, mit einem pH-Wert von 6 bis 6,5 sollte der Boden sein.
Möhren, Petersilie, Zwiebeln und Porree sollten nicht auf frisch mit Stalldung gedüngten Flächen angebaut werden. Der Befall mit Möhrenfliege, Zwiebelfliege und Gemüsefliege wäre enorm hoch.
Vermeidung von Bodenmüdigkeit: Wichtig ist ein weiter Fruchtwechsel. Das heißt, Gemüse der im folgenden vier aufgeführten Gruppen sollten miteinander im Wechsel gesät werden. Dadurch wird verhindert, dass die einzelnen Arten die Böden zu einseitig auslaugen.
Wechseln Sie die Gemüsegruppen jährlich nach folgender Unterscheidung:
Hülsenfrüchte
Zwiebelgewächse
Kohl
Knollen und Wurzelgemüse
Pflanzenschutz
Die Samen können auch mit einer Folie oder einem Vlies bedeckt werden. So wird nicht nur Wärme im Boden gespeichert (besseres Wachstum), sondern Sie schützen das junge Gemüse auch vor späten Nachtfrösten. Außerdem haben Schädlinge bei Mohrrüben und Zwiebeln das Nachsehen..
Es gibt eine Vielzahl von Schädlingen und Krankheiten, von denen Gemüse befallen werden kann. Gute Bodenpflege und richtige Nährstoffversorgung stärken die Pflanzen und machen sie weniger anfällig. Beobachten Sie Ihre Pflanzen gut - je schneller Sie Krankheiten und Schädlinge bemerken, desto eher können Sie Abhilfe schaffen, und zwar am besten durch biologische bzw. biotechnische Mittel. Am besten Sie befragen hierzu Ihren Gärtner - auch nach diesbezüglichen Mitteln und entsprechender Literatur!
Achten Sie darauf, dass die Gemüse der jeweiligen Gruppe jedes Jahr in einem anderen Gartenabschnitt wachsen. So vermeiden Sie pflanzenspezifische Schädlinge im Boden.