SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Tipps für Garten- und Blumenfreunde
Kübelpflanzen
Kübelpflanzen waren schon in der Antike bekannt, und auch heute sind sie in den schönsten Gärten der Welt zu sehen. Sie können mehrere Meter hoch und sehr breit werden und für jeden Garten eine Zierde sein. Allerdings benötigen sie auch regelmäßige Pflege.
Auswahl der Pflanzen
Da sie sehr unterschiedlich groß werden können, sollte man vor der Anschaffung einer solchen den eigenen Überwinterungsplatz kritisch überprüfen. Viele Pflanzen entwickeln sich zu wahren Pflanzenmonstern und benötigen schon nach einer Vegetationsperiode enorm viel Standraum.
Pflanzen
Die Kübel sollten auf jeden Fall groß genug sein, um der Pflanze Platz für die Wurzelentwicklung zu geben. Sie müssen Löcher aufweisen, damit das überschüssige Gießwasser ablaufen kann. Holzkübel sollten vor dem Bepflanzen durchdringend gewässert werden. Sonst entziehen sie dem Substrat am Anfang zu viel Feuchtigkeit. Gleiches gilt für neue Tontöpfe. Achten Sie darauf, dass der Kübel optisch zur Pflanze passt. Ein formal geschnittenes Buchsbaum-Hochstämmchen zum Beispiel sieht in einem viereckigen Terracottakübel meist schöner aus als in einem bunten Plastiktopf. Auch wenn Blüten- oder Blattfärbungen mit der Farbe des Kübels harmonieren (z.B. silbergrünes Blatt und Zinkeimer), entsteht ein gefälliger Eindruck.
Pflegen
Blattgewächse, die durch ihre Blätter zieren, benötigen während der Vegetationsperiode öfter eine Düngergabe, die N-betont, also stickstoffhaltig ist. Blühpflanzen benötigen dagegen einen Dünger, der mehr Phosphor enthält, da dieser Dünger die Blütenbildung fördert. Schließlich tut es der Pflanze auch noch gut, wenn sie regelmäßig verwelkte Blüten entfernen. Dadurch blühen sie länger und bleiben ansehnlich.
Kulturansprüche
Erkundigen Sie sich beim Kauf, welchen Standort die Pflanze bevorzugt. Geranien zum Beispiel mögen vollsonnige Standorte, Fuchsien wachsen auch im Halbschatten gut. Zugluft können viele Pflanzen nicht gut vertragen! Auch sind viele Kübelpflanzen nicht winterhart. Sie müssen vor den ersten Frösten ins Haus gebracht werden und dort kühl, aber frostfrei und möglichst hell überwintert werden. Falls Sie dafür keinen Platz haben sollten: Erkundigen Sie sich in Ihrer Nähe nach einer Gärtnerei, die Kübelpflanzen überwintert. Meist richtet sich der Preis dafür nach dem Platz, den die Pflanze in Anspruch nimmt.
Bodenbedürfnisse
Auf den Boden des Kübels muss eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton aufgebracht werden, damit das Gießwasser richtig ablaufen kann. Die meisten Kübelpflanzen mögen keine nassen Füße! Die Pflanzen müssen festen Anschluss an das Substrat erhalten (andrücken und gut wässern!), weil die Wurzeln sonst keine Feuchtigkeit und keine Nährstoffe aufnehmen können.
Die Pflanzen müssen regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Eine große Pflanze verbraucht - gerade an warmen Tagen - viel Feuchtigkeit und braucht viele Nährstoffe, wenn sie gut wachsen soll. Sie ist im Kübel auf Ihre Pflege angewiesen! Bei stark durchgewurzelter Erde kann man mit einem angespitzten Bambusstab Löcher in die Erde stechen. Das Wasser läuft dann besser ab. Zum Düngen benutzen Sie am besten einen Volldünger mit hohem Stickstoffgehalt, den Sie ins Gießwasser geben. Man sollte Kübelpflanzen während der Wachstumszeit mindestens einmal monatlich düngen. Viele Pflanzen brauchen häufigere Düngergaben - fragen Sie Ihren Gärtner!
Wenn möglich, sollte man auch einmal jährlich die Pflanzenerde erneuern. Zweckmäßig sind schwere Erden mit einem hohen mineralischen Anteil (Gärtnererde).
Pflanzenschutz
Regelmäßige Blatt- und Blütenkontrolle decken rechtzeitig den Befall mit Schadorganismen auf. Die frühzeitige Erkennung verhindert größere Schäden. Oft ist auch der Einsatz von Nützlingen sinnvoll.