SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Tipps für Garten- und Blumenfreunde
Heckenschnitt
Damit eine Hecke (laubabwerfend oder Nadelgehölze) schön dicht wird, muss sie viele Triebe entwickeln. Das erreicht man, wenn man sie von Anfang an regelmäßig schneidet.
Wachstumsschnitt
Schnitthecken, die ihre gewünschte Höhe noch nicht erreicht haben, müssen kräftig geschnitten werden. In jedem Spätsommer wird der Zuwachs des Jahres gekürzt, und zwar um ein Drittel bis um die Hälfte. Das macht man so lange, bis die Hecke die Wunschhöhe und -breite erreicht hat.
Die Spitze
Auch der obere Teil der Hecke muß während des Wachstums (wie später auch) geschnitten werden. Ausnahme: Koniferen. Ihre Spitzen werden erst geschnitten, wenn die endgültige Höhe erreicht ist.
Schnitt der ausgewachsenen Hecke
Wann
Am besten schneidet man mindestens einmal jährlich zwischen Mai und August. Dann vermeidet man Frostschäden, die bei zu spätem Schnitt an den wieder neu entstehenden Jungtrieben entstehen könnten.
Vorsicht Vögel! Achten Sie vor dem Schnitt darauf, dass keine Vögel mehr in der Hecke brüten!
Wie
Die Hecke sollte oben immer etwas schmaler als unten sein. Zum einen hält sie so dem Wind besser stand. Zum anderen kann sie dann oben nicht so leicht auseinander brechen, falls einmal viel Schnee gefallen ist. Und vor allem: Bei konischem Schnitt kommt genügend Licht auch an die unteren Partien der Hecke. Passiert das nicht, verkahlt sie leicht! Ausnahme
Hainbuchen kann man auch kastenförmig schneiden. Sie brauchen verhältnismäßig wenig Licht.
Wieviel
Wenn Sie Ihrer ausgewachsenen Hecke einen halben Zentimeter Zuwachs gönnen und nicht genau auf das vorherige Niveau zurückschneiden, wird sie noch etwas dichter.
Schnur
Eine horizontal gespannte Schnur hilft, die Hecke möglichst gerade zu schneiden. Tipp: Schneiden Sie Ihre Hecke am besten nicht in Augenhöhe ab. Dann sehen Sie jede Unregelmäßigkeit besonders deutlich! Werkzeug: Die meisten Hobbygärtner benutzen mittlerweile eine elektrische Heckenschere (von unten nach oben schneiden!). Je nach Körperkraft und Größe der Hecke kann man natürlich auch eine manuelle Heckenschere benutzen! Mit ihr gelingt es leichter, den Trieb genau über der Laubknospe abzuschneiden. So entsteht beim Neuaustrieb nämlich kein Totholz! Moderne Heckenscheren (manuell) haben ein leicht geschwungenes Schneideblatt. Damit rutschen auch die etwas größeren Zweige beim Schneiden nicht weg. Bei Kirschlorbeer zum Beispiel kann man auch eine Rosenschere benutzen und die Blätter und Zweige einzeln abschneiden. Die recht großen Blätter trocknen nämlich ein, wenn sie "mittendrin" zerschnitten werden, und das sieht nicht so schön aus.
Folie
Man kann vor dem Schneiden eine Folie auf den Boden legen. Das erleichtert das Aufsammeln des Schnittguts!
Ältere Hecken
Alte, stark verkahlte Hecken kann man durch eine "Radikalkur" wieder verjüngen. Das heißt, man kürzt die gesamte Hecke um zwei Drittel ihrer Höhe ein und die Seitentriebe bis auf wenige Augen. Das macht man allerdings nicht jetzt im Sommer, sondern im Winter oder zeitigen Frühjahr. Laubabwerfende Hecken vertragen diese Maßnahme am ehesten. Von den Immergrünen überstehen das eigentlich nur die Eibe und der Lebensbaum.