SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Tipps für Garten- und Blumenfreunde
Rosen pflanzen
Herbst und Frühjahr sind die besten Zeiten um Rosen zu pflanzen (wurzelnackte Ware)
Auswahl der Pflanzen ggf. schon im Juni
Die Hauptblütezeit von Rosen ist im Juni. Zu dieser Zeit kann man sich am besten in Baumschulen, bei Rosenzüchtern, im Fachhandel, aber auch in privaten und öffentlichen Rosengärten nach Rosen umsehen, um zu entscheiden, welche Sorte man in den eigenen Garten pflanzen möchte. Containerrosen können Sie ganzjährig in die Erde setzen. Meistens sind sie teurer als im Herbst die wurzelnackte Ware.
Rosen pflanzen im Herbst
In der vegetationslosen Zeit sollten Rosen gepflanzt werden. Baumschulen und Gartenbaubetriebe halten zu dieser Zeit geeignetes Pflanzmaterial vor. Zu dieser Zeit findet kein Stoffwechsel statt und die Rose ist im Zustand der absoluten Ruhe und laublos. Es wird also zu keiner Verdunstung kommen und die Pflanzen lassen sich, ohne Schaden zu nehmen, lange außerhalb der Erde lagern. Die Wurzeln sollten zu dieser Zeit nicht der Sonne ausgesetzt werden.
Standort
Rosen mögen sonnige Standorte. Halbschatten oder Schatten liegt ihnen nicht, obgleich es auch Züchtungen gibt, die in diesen Lagen noch einigermaßen zurecht kommen. Stickig darf es an dem Rosenstandort allerdings auch nicht werden. Stehende Mittagshitze fördert Krankheiten; Rosen fühlen sich wohl, wenn ein bisschen Wind durch ihre Blätter fährt und sie nach einem Regenschauer möglichst schnell wieder abtrocknen.
Boden und Pflanzung
Rosen stehen am liebsten in Lehmböden. Aber auch ein anderer guter Gartenboden wird angenommen, wenn er gut vorbereitet wird. Der Boden sollte locker und tiefgründig sein, das heißt: vor dem Pflanzen den Boden von Unkraut befreien und rund 50 cm tief umgraben. Mischen Sie bei Bedarf die Erde mit Kompost. Sie können auch die Erde mit Bentonit verbessern (das macht die Erde "lehmartiger"). Wenn Sie gut umgegraben haben, reicht pro Rose ein Pflanzloch von einer Spatenbreite. Pflanzabstände stehen auf den Etiketten. Verletzte (beschädigte Wurzeln) werden zurückgeschnitten.
Sehr wichtig ist, dass die Veredlungsstelle der Rose (der kleine Knubbel am Trieb, direkt über den Wurzeln) ca. 5 cm unter der Erde liegt. Dann treibt die Rose auch nach starkem Frost sicher wieder aus. Füllen Sie das Pflanzloch auf und treten Sie die Erde gut an. Wässern Sie die Rose gut, damit keine Hohlräume um die Wurzeln herum entstehen.
Ein Gießrand hilft, die Rose auch in den nächsten Wochen ausreichend mit Wasser zu versorgen.
Übrigens
Wenn Sie Rosen neu pflanzen, setzen Sie sie nach Möglichkeit nicht an einen Platz, an dem vorher schon Rosen gestanden haben. Der Boden ist "rosenmüde" und erschwert der nächsten Pflanze das Wachsen. Es sei denn, Sie wechseln den Boden tiefgründig aus - mindestens 60 cm.
Düngen
Wie alle Pflanzen brauchen Rosen - neben anderen Stoffen - vor allem Stickstoff für den Blattaufbau, Phosphor für die Blütenbildung und Kalium für die Holzreife. Wenn Sie so wie oben beschrieben pflanzen, müssen Sie die Rose in diesem Jahr allerdings nicht mehr düngen.
Die erste Wahl ist organischer Dünger, z.B. Kompost!
Auch Pflanzenjauchen, verrotteter Stallmist, Rinderdung fördern das Bodenleben und die Humusbildung. Allerdings sind diese schwer zu dosieren, sie enthalten leicht zu viel Stickstoff. Man sie dafür schon im Herbst/Winter ausbringen, da es lange dauert, bis die Nährstoffe der Pflanze zur Verfügung stehen.
Ausnahme: Mineralische Dünger - sie stehen der Pflanze sofort zur Verfügung. Mineralischen Dünger gibt man (vorsichtig) im Frühjahr.
Organisch-mineralische Dünger verabreicht man ebenfalls (vorsichtig) im Frühjahr. Falls es nicht regnet, nach dem Düngen gießen! Organisch-mineralische Dünger darf man nie später als August benutzen. Die neuen Triebe sind sonst noch nicht verholzt und evtl. Frost könnte ihnen schaden.
Schneiden
Im Herbst sollte man besser nicht schneiden. Wenn man zum Winter hin schon alle Triebe herunter schneidet, hat man keinen "Spielraum" mehr, wenn der Frost zugeschlagen hat und die Triebe erfroren sind. Deshalb: Lieber erst im Frühjahr schneiden.
Schädlinge
Am richtigen Standort, wie auch bei richtiger Bodenvorbereitung und Düngung, ist die Rose kräftig und kann sich gegen "Angreifer" am besten wehren.
Ansonsten: Monokulturen vermeiden. Pflanzenstärkungsmittel wie Schachtelhalm-, Knoblauchbrühe oder Brennnesseljauche selbst ansetzen und spritzen. Wenn nichts (z.B. das Abpflücken von Schädlingen) mehr wirkt, helfen nur chemische Spritzmittel. Es sollten aber solche verwendet werden, die den Nützlingen nicht schaden (im Fachhandel fragen).