SCHREBERS Er.de GARTENFORUM - Tipps für Garten- und Blumenfreunde

Kletterpflanzen

Kletterpflanzen haben viele attraktive Eigenschaften. Zum einen begrünen sie Wände, Mauern, Spaliere oder Pergolen und schaffen damit ein angenehmes natürliches Umfeld. Sie bieten Sicht- und Lärmschutz und zeigen außerdem oft besonders schöne Blüten.

Auswahl der Pflanzen
Kletterpflanzen kann man nach ihrer "Klettermethode" in vier Gruppen einteilen. Diese Klettermethode bestimmt das ideale Rankgitter.

Selbstklimmer
Die Pflanzen halten sich mit Haftscheiben oder -wurzeln am Untergrund fest. Sie benötigen gar kein Rankgitter! (z.B. Efeu, wilder Wein, Kletterhortensie)

Rankende Kletterer
Die Pflanzen bilden Blattorgane (Greifranken) aus, mit deren Hilfe sie sich an Gerüsten etc. festhalten können. Das ideale Rankgitter ist nicht zu grobmaschig, damit die kleinen Greifranken die nächstgelegenen Sprossen auch erreichen können (z.B. Passionsblume, Clematis, Wicken).

Schlinger
Sie winden sich mit ihren Sprossen um Stäbe, Gitter etc.. Sie bevorzugen vor allem senkrechte Klettergerüste. Waagerechte Sprossen sind allerdings auch nötig, damit die Pflanze nicht in sich zusammensackt (z.B. Geißblatt, Blauregen).

Spreizklimmer
Sie bilden lange Triebe aus, die sich auf Klettergerüsten abstützen. Diese Gerüste müssen vor allem waagerecht verlaufende Sprossen haben (z.B. Rosen, Brombeeren).

Pflanzen
Das Pflanzloch muss doppelt so groß sein wie der Ballen der Pflanze. Gießen Sie eine neu gepflanzte Kletterpflanze sehr ausgiebig - nur so finden ihre Wurzeln Halt im neuen Boden. Binden sie die Triebe einzeln an das Rankgitter, z.B. mit Bast oder im Handel erhältlichen Bindeclips.

Achten Sie darauf, dass das Rankgitter weit genug von der Wand entfernt ist, sonst kann sich die Pflanze dahinter nicht herumwinden. Bei Blechwänden muss ein Abstand eingehalten werden, um Verbrennungen durch die Sonne vorzubeugen (Aufladung).

Falls Sie eine Kletterpflanze unter einen Dachvorsprung pflanzen: Setzen Sie sie ungefähr 40 cm von der Mauer entfernt in den Boden - sonst erhält die Pflanze nie Regenwasser! Im Traufbereich der Regenrinne sollte eine Kletterpflanze allerdings auch nicht stehen.

Neben ausdauernden Kletterpflanzen, die nach jedem Winter wieder blühen, gibt es auch viele Einjährige, z.B. Prunkwinden, Wicken, Kapuzinerkresse oder die Schwarzäugige Susanne. Sie können an Zäunen oder an ins Beet gestellten Klettergerüsten prachtvoll aussehen.

Pflegen
Je nach Art und Sorte müssen einige Pflanzen im Frühjahr oder gleich nach der Blüte zurück geschnitten bzw. ausgelichtet werden.

Ernten
Für Gestecke und Blumengebinde lassen sich auch Zweige oder Ranken einiger Kletterpflanzen gut verwerten - Efeuranken z.B. in Gestecken oder Laub vom Wilden Wein als Tischdekoration.

Winter
Im Herbst gepflanzte Rosen (Kletterrosen) benötigen in den ersten zwei Standjahren etwas Winterschutz auf der Pflanzscheibe, gut anhäufeln und etwas Tannenreisig genügen.

Besonderes
Die Pflanzscheibe bei Clematis sollte stets mit Laub, Mulch oder mit einer Verpflanzung bedeckt sein.

Kulturansprüche

Überlegen Sie, an welchen Standort die Pflanze gesetzt werden soll - also, welchen Gartenboden Sie haben, und ob an der ausgewählten Pflanzstelle Sonnenschein, Halbschatten oder voller Schatten herrscht. Nicht jede Pflanze fühlt sich an jedem Standort wohl! Informationen darüber, welche Pflanzen für Ihren Garten geeignet sind, erhält man in jeder guten Gärtnerei.

Bodenbedürfnisse

Der Boden mußssvor dem Pflanzen gelockert und mit Kompost verbessert werden.

Pflanzenschutz

Eine ausgewogene Pflanzenernährung ist der beste Pflanzenschutz, Vorsicht beim Einsatz von stickstoffbetonten Mineraldüngern! Überdüngung führt zur Verweichlichung der Pflanzen.



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